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Chefarzt Gustav Peters und Wundexpertin Ursula Burdiek nutzen im Dammer Krankenhaus eine neue Technik zum sofortigen Aufspüren von Krankheitserregern. Foto: Meier Chefarzt Gustav Peters und Wundexpertin Ursula Burdiek nutzen im Dammer Krankenhaus eine neue Technik zum sofortigen Aufspüren von Krankheitserregern. Foto: Meier

Den Bakterien jetzt direkt auf der Spur

Das Dammer Krankenhaus nutzt neue Technik zum sofortigen Aufspüren von Krankheitserregern – Keine langes Warten auf Laborergebnisse mehr.

Damme. Das Dammer Krankenhaus St. Elisabeth arbeitet jetzt als erstes in der Region mit einem neuentwickelten Gerät, das die bakterielle Besiedlung von Wunden und OP-Narben sichtbar machen kann.
Das Gerät ist mit einer Kamera und einem speziellen Floreszenzlicht ausgestattet. Werden die Wunden damit beleuchtet, reflektieren die Zellenwände der Bakterien das Licht anders als die menschlichen Zellen. Wunden mit bakterieller Besiedlung zeigen sich unter dem Licht rot, während sich saubere Wunden grün darstellen.

„So können sogar einzelne Bakterienarten durch verschiedene Farbnuancen unterschieden werden“, erläutert Gustav Peters, Chefarzt der Allgemein und Visceralchirurgie: „Um Bakterien in einer Wunde sicher nachweisen zu können, brauchten wir vorher einen Abstrich von der Wunde, der dann in einem mikrobiologischen Labor untersucht wurde“, berichtet Peters: Es dauere dann zwei Tage bis das Ergebnis in der Klinik vorliege. Das sei nun vorbei. Mit der neuen Technik reiche ein einziger Knopfdruck, um dann mit der Behandlung beginnen zu können.

Aus der neuen Floreszenzlichttechnik ergeben sich aber noch weitere Vorteile. Großflächigere Wunden können quasi gescannt werden, um zu erkennen, ob in bestimmten Arealen noch Bakterien vorhanden sind. So kann auch das Ergebnis einer Wundreinigung überprüft und eventuell an den noch besiedelten Stellen der Wunde „nachgearbeitet“ werden.

Da das Floreszenzlicht auch in geschlossene Hautschichten eindringt, ergibt sich ein weiteres Einsatzgebiet im chirurgischen Alltag. Oft haben Chirurgen es mit geschlossenen Operationswunden zu tun, bei denen sie nicht sicher sein können, ob sich darunter eine Infektion entwickelt. Oder der Patient zeigt Zeichen einer Entzündung, aber die Wunde sieht unauffällig aus. „In diesen Fällen untersuchen wir jetzt unserer OP-Wunden mit der neuen Floreszenzlicht-Kamera“, berichtet Peters. Auch hier schimmere dann ein möglicher Bakterienfallbefall unter der Haut rötlich und der Infekt könne durch eine zielgenaue Eröffnung der Wunde behandelt werden.

Wundinfekte stellen ein großes Problem dar. Sie verzögern die Heilung und die Erholung der Patienten und sind zudem nicht selten für die Patienten mit starken Schmerzen verbunden. Peters: „Mit dem neuen Gerät ist nun ein großer Schritt zur frühen Erkennung und damit auch zur frühzeitigen Behandlung von Wundinfektionen gemacht worden.“


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