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Leber- und Gallenblasenchirurgie, Bauchspeicheldrüsenchirurgie (Pankreaschirurgie)

  • Leberchirurgie
  • Gallenblasen- und Gallenwegchirurgie
  • Bauchspeicheldrüsenchirurgie

Leberchirurgie

Die Leber ist mit ihren durchschnittlich 1500 Gramm Gewicht das größte und zentrale Stoffwechselorgan des Menschen. Die Hauptaufgabe ist die der Entgiftung von körpereigenen, medikamentösen und zugeführten Giftstoffen (Alkohol!), die Bildung der meisten Bluteiweiße, die Umwandlung und Freisetzung von Zuckern und Fetten über die Pfortader, die Bildung von Gallenflüssigkeit und die Synthese von Ausgangsprodukten für die Hormonproduktion.

Die Leber besitzt eine überdurchschnittliche Regenerationsfähigkeit, was bedeutet, dass sie nach einer Verletzung oder einer operativen Teilentfernung nachwachsen kann. Diese Fähigkeit zur Gewebeerneuerung  machen sich die Ärzte auch im Vorfeld von Operationen zum Gewebeaufbau zunutze, um Operationen überhaupt zu ermöglichen.

In der Leber können sich sowohl gutartige als auch bösartige Tumore (Karzinome) entwickeln:

 

Gutartige Tumore der Leber
Gutartige Tumore der Leber bleiben in der Regel  unentdeckt. Sie sind harmlos und müssen nicht behandelt werden. Stellen sich aber Symptome wie Völlegefühl oder Oberbauchbeschwerden ein, wenn sie stark gewachsen sind, müssen sie operativ behandelt werden. Dies geschieht nach Möglichkeit minimal-invasiv (Schlüssellochchirurgie). Die gängigsten gutartigen Tumore sind  Leberzysten und Hämangiome (Blutschwämme).

 

Bösartige Tumore der Leber
Lebertumore werden als primär bezeichnet, wenn sie aus den direkt in der Leber ansässigen Zellen entstehen, und sekundär, wenn in der Leber Tochtergeschwulste (Metastasen) von Tumoren auftreten, die an anderer Stelle im Körper lokalisiert worden sind.
Diese  Ausgangstumore liegen am häufigsten im Magen- und Darmtrakt und da kolorektale Karzinome (aus dem Dickdarm und Mastdarm) die zweithäufigste Krebsart in Deutschland bilden, ist die Zahl der Tochtergeschwulste (Metastasen) in der Leber dementsprechend hoch!

Die bestmögliche Behandlungsform von Lebertumoren ist die Operation. Die Entfernung der kranken Gewebeteile verbessert die Überlebenschancen der Patienten. Die Operationen können im Vergleich von vor zwanzig Jahren durch den Einsatz von modernsten Instrumenten erfolgreich und sicher durchgeführt werden. Dazu  gehört auch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit an unserer Klinik mit anderen Fachdisziplinen (Gastroenterologen, Radiologen und Strahlentherapeuten, Onkologen). Manche Tumore, die zunächst inoperabel erscheinen, können nach einer entsprechenden  Vorbehandlung durch die Kollegen noch mit Erfolg operiert werden.

 

Gallenblasen -und Gallenwegchirurgie

Die Gallenblase liegt am Unterrand der Leber und dient als Speicherplatz für die in der Leber produzierte Galle. Bei  der Nahrungsaufnahme entleert sich die Gallenblase in den Zwölffingerdarm, um die Aufnahme der Fette durch die Gallensäuren zu erleichtern. Neben diesen Säuren gibt es auch gelöste Substanzen wie Calcium,  Bilirubin und Cholesterin in der Galle, zwischen denen eine Balance herrschen muss. Die Haupterkrankungen der Galle sind

  • Gallensteine
  • Gallengangsteine
  • Gallenblasentumore

 

Gallensteine
Ist diese Balance gestört, sind Gallensteine eine häufige Folge. Stören die Gallensteine den Fluss der Gallenflüssigkeit, kann es zu Koliken und Entzündungen der Gallenblase, der Leber und der Bauchspeicheldrüse kommen. Als typische Beschwerden treten Schmerzen im rechten Oberbauch auf, es besteht oft eine Fettunverträglichkeit in Form von Aufstoßen, Völlegefühl  bis hin zu Koliken, die sich in krampfartigen Schmerzen im Oberbauch mit Ausstrahlung in das rechte Schulterblatt und den Rücken äußern. Spätestens wenn Gallensteine vorliegen und die ersten Koliken auftreten, sollte die Gallenblase entfernt werden.

Die Entfernung  der Gallenblase (Cholezystektomie) ist eine der häufigsten Operationen in der Viszeralchirurgie.  Sie wird in der Regel  laparoskopisch (Schlüssellochchirurgie) durchgeführt, nur bei schwersten Entzündungen oder mehrfachen Operationen im Oberbauch muss die Operation konventionell durchgeführt werden.

 

Gallengangsteine
Sind die Gallensteine schon im Gallengang, muss in der Regel vor einer Gallenblasenentfernung der Gallengangstein vom Gastroenterologen über eine Art Magen - und Zwölffingerdarmspiegelung (ERCP) geborgen werden. Gallengangsteine machen sich oft durch kolikartige Schmerzen im rechten Oberbauch, helle Stühle, eine Dunkelfärbung des Urins und eine Gelbsucht bemerkbar. Bleiben in diesem Bereich Steine stecken, wird sowohl der Gallen- als auch der Bauchspeicheldrüsenabfluss verhindert, was oft zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) führt. Sind die Steine erfolgreich entfernt, muss die Entfernung der Gallenblase als Zentrum der Steinentstehung erfolgen.

 

Gallenblasentumore
Tumore in der Gallenblase bleiben in der Regel unerkannt, bis sie Beschwerden machen. Diese sind Gewichtsabnahme, Gelbsucht, Durchfall und Oberbauchschmerzen. Tauchen diese Symptome auf, sind sie allerdings auch schon in einem fortgeschrittenen Stadium.  Gallenblasentumore werden ansonsten häufig per Zufall entdeckt, sei es durch eine Ultraschalluntersuchung der Galle aus anderen Gründen oder nach einer Entfernung von Gallensteinen, wenn der Pathologe in der bei der Operation entnommenen Gewebeprobe bösartige Tumorzellen entdeckt.

Gutartige Gallenblasentumore
Gutartige Tumore der Gallenblase sind selten. Haben sie einen  geringen Durchmesser von unter einem Zentimeter, besteht ein geringes Entartungsrisiko und sie werden lediglich ca. alle sechs Monate per Ultraschall auf Größenwachstum kontrolliert. Ab der Größe von einem Zentimeter und bei Größenwachstum werden sie operiert, da sich aus ihnen bösartige Tumore bilden können.

Bösartige Gallenblasentumore
Bei bösartigen Tumoren ist eine Operation unabdingbar. Hierbei wird die Gallenblase, die angrenzende Leber (=das Gallenblasenbett) und das Lymphgewebe im Bereich des Gallenganges entfernt.

 

 

Bauchspeicheldrüsenchirurgie (Pankreaschirurgie)

Die Bauchspeicheldrüse liegt hinter dem Magen. Sie produziert Verdauungssäfte. In der Drüse befinden sich außerdem kleine Zellnester, welche das lebenswichtige Insulin produzieren.

Zu den Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse zählen:

  • Akute Bauchspeicheldüsenentzündung (Akute Pankreatitis)
  • Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (Chronische Pankreatitis)
  • Tumore der Bauchspeicheldrüse

 

Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung
Eine ansonsten gesunde Bauchspeicheldrüse kann sich plötzlich entzünden. In diesem Fall  werden Infusionen und Schmerzmittel verabreicht, um eine Heilung zu erzielen. In seltenen Fällen kann es aber durch die in der Bauchspeicheldrüse produzierten Verdauungsenzyme zu einem Absterben (Nekrose) von Gewebe kommen. Sollte sich die Nekrose infizieren, kann die Indikation zu einer operativen Entfernung gegeben sein. Die Indikation zu einer Operation ist ebenfalls gegeben, wenn sich die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung auf Steine im Gallengangsystem zurückführen lässt. In einem zweiten Schritt wird dann die Gallenblase entfernt, um ein erneutes Auftreten der Krankheit zu verhindern.

 

Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
Eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung kann sich unter Umständen aus einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung entwickeln, wenn deren Auslöser nicht beseitigt wurde. Die Patienten leiden unter starken Schmerzen, die zunächst erst einmal konservativ therapiert werden.
Sollte dies nicht greifen, wird mit operativen Verfahren die Wiederherstellung des Sekretabflusses und der Schmerzfreiheit erreicht. Dabei wird versucht, möglichst viel von der Bauchspeicheldrüse zu erhalten.

 

Tumore der Bauchspeicheldrüse
Beim Auftreten einer schmerzlosen Gelbsucht (Ikterus), ohne dass als Ursache eine Leberentzündung (Hepatitis) in Frage kommt, muss ein Tumor der Bauchspeicheldrüse in Betracht gezogen werden. Zusammen mit den Gastroenterologen,  Onkologen, Radiologen und  Strahlentherapeuten wird über den Nutzen einer Strahlen- oder Chemotherapie zur Verbesserung der Lebensqualität des Patienten beraten. Die größten Chancen auf eine dauerhafte Heilung  entstehen durch die operative Entfernung  (Resektion) des Tumors und der angrenzenden Organe.

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