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Endometriose - eine weibliche "Volkskrankheit"

 

Definition:
Der Name Endometriose leitet sich von dem Wort Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) her. Man versteht unter einer Endometriose das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle. An diesen ortsfremden Lokalisationen reagiert die Schleimhaut auf hormonelle Veränderungen ähnlich wie in der Gebärmutterhöhle. Das heißt, es kommt zum Aufbau von Schleimhaut innerhalb des monatlichen Zyklus, als auch zum Abbluten der Schleimhaut. Im Gegensatz zur Schleimhaut in der Gebärmutterhöhle kann das Endometriosegewebe den Körper nicht verlassen. Das Resultat sind innerliche Blutungen sowie eine Degeneration des Gewebes, eine begrenzte Entzündung in der Umgebung der Endometriose und eine mögliche Narbenbildung in diesen Bereichen.

Über die Häufigkeit der Endometriose existieren nur Schätzungen. Man kann davon ausgehen, dass rund jede 10. Frau im Alter zwischen 18 und 50 Jahren eine Endometriose entwickelt, wobei die Hälfte der Betroffenen beschwerdefrei ist.

Endometriose tritt nur selten vor der ersten Regelblutung auf, und ist nach den Wechseljahren sehr selten.

Von allen Endometriose Patientinnen sind rund 2/3 aller Patientinnen jünger als 35 Jahre und 10 % jünger als 20 Jahre. Des Weiteren spielt die Endometriose auch bei Patientinnen mit unerfülltem Kinderwunsch eine große Rolle. Bei etwa jeder 5. Frau mit Kinderwunsch ist die Endometriose funktionell oder mechanisch die Ursache dafür, dass diese Frauen nicht schwanger werden.

Hauptproblem dieser Erkrankung ist allerdings, dass die Zeit vom Auftreten erster Symptome bis zur gestellten Diagnose etwa 7 - 10 Jahre beträgt.

Die Endometriose ist eine gutartige Erkrankung, das Entartungsrisiko liegt deutlich unter 1 %.

Eine Endometriose ohne Beschwerden, welche nur zufällig entdeckt wurde z.B. im Rahmen einer Sterilisation bei abgeschlossener Familienplanung erfordert nur gynäkologische Kontrolluntersuchungen, aber keine Behandlung. Wenn die Endometriose aber Beschwerden, chronische Unterleibsschmerzen oder andere Symptome wie z. B. Sterilität verursacht, ist eine Therapie notwendig.
Aktuell besteht die Behandlung der Endometriose aus 2 Säulen:

  1. Medikamentöse Behandlung
  2. Operative Behandlung

Die Behandlung richtet sich immer nach der Symptomatik, wobei eine fortgeschrittene aktive Endometriose, die immer mit Begleitentzündungen und Vernarbungen einhergeht, immer behandelt werden muss.

Hormonelle Therapie
Es gibt bisher kein Medikament, das eine Endometriose dauerhaft heilen kann. Die Endometriose ist eine sexualhormonabhängige Erkrankung. Der Östrogeneinfluss führt zum Fortschreiten der Erkrankung.
Die Wirkung ist bei fortgeschrittener Endometriose limitiert, da Eierstockzysten, Verwachsungen und Vernarbungen sowie die Darmendometriose wenig oder gar nicht auf die hormonelle Behandlung reagieren.

Operative Therapie der Endometriose
In der operativen Behandlung der Endometriose stellt die Bauchspiegelung (Laparoskopie) heute den Standard dar. Sie wird zunächst als diagnostisches Mittel eingesetzt, um die Endometriose zu bestätigen. Dabei kann dann aber auch gleichzeitig eine Therapie durchgeführt werden. Diese besteht in der vollständigen Entfernung aller sichtbaren Endometrioseherde und Korrektur der von der Endometriose entstandenen Schäden. Im Vergleich zum Bauchschnitt hat die laparoskopische (Link zur MIC Seite) Behandlung den Vorteil eines bis zu 7fachen Vergrößerungseffektes. Dadurch kann wesentlich blutärmer operiert werden und außerdem können feinste Strukturen wie z.B. Nerven für die Darm- und Blasenfunktion erhalten werden. Dadurch ist eine schnellere Genesung der Patientin gegeben. Ist es notwendig eine Teil des Darmes mitzuentfernen, wird auch dieser Eingriff per Laparoskopie durchgeführt, dies geschieht in Zusammenarbeit mit der Allgemeinchirurgie im Hause.

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